24.04.2020 / Artikel, Medienmitteilung, Meinung / /

Corona-Pandemie – Dank und Lockdown

Die CVP Obwalden dankt der ganzen Bevölkerung für die Respektierung und Einhaltung der vom Bundesrat verfügten Massnahmen. Insbesondere gehört ein herzliches Dankeschön all jenen Personen, die täglich für die Mitmenschen im Einsatz stehen und damit auch einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Die Rückkehr in den normalen Alltag wird schrittweise erfolgen und die verordneten Massnahmen werden gestaffelt aufgehoben. Die CVP setzt sich dafür ein, dass dies geregelt und fair abläuft.

Die letzten Wochen haben uns allen viele Einschränkungen und Entbehrungen abverlangt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu minimieren. Die Obwaldner Bevölkerung hat dafür viel Verständnis aufgebracht und dank dieser Disziplin sind wir heute auf einem guten Stand. Im schweizerischen Vergleich befindet sich Obwalden im Mittelfeld, bezogen auf die positiven Tests je 1’000 Einwohner. Es ist weiterhin eine gewisse Vorsicht geboten.

Der kantonale Krisenstab mit dem Regierungsvertreter Christoph Amstad hat alle erforderlichen Massnahmen getroffen und umgesetzt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Einen grossen Beitrag zur positiven Wahrnehmung der aktuellen Situation haben vor allem jene Personen geleistet, die für uns alle täglich im Einsatz gestanden sind und auch weiterhin stehen. Viele von ihnen sind dabei trotz allen Schutzmassnahmen einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Ihnen allen gebührt ein besonderes Dankeschön. Stellvertretend erwähnen möchten wir alle Personen im Gesundheitswesen, in der Produktion und dem Verkauf von Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs, in den öffentlichen Diensten und in der Betreuung. Die Verantwortlichen im Schulwesen haben innert Kürze ein neues System hochgefahren. Auch ihnen sowie den Lehrpersonen, Schülern und Eltern, die dadurch Unterricht in anderer Form ermöglicht und erlebt haben, gebührt ein Dank.

Die CVP Obwalden ist sich sehr wohl bewusst, dass mit den vom Bundesrat verfügten Massnahmen enorme, wirtschaftliche Verluste und Herausforderungen entstanden sind. In der ersten Phase ging es primär um die Gesundheit der Bevölkerung. Diese Priorität gilt es auch in der zweiten Phase, der Rückkehr zu einer «neuen Normalität», beizubehalten. Die Kompetenz für den massvollen Lockdown liegt ebenfalls beim Bundesrat. Wenn unter hohem zeitlichem Druck derart weitreichende Entscheide gefällt werden müssen, ist es verständlich, dass gewisse Aspekte zu wenig gewichtet werden oder schlicht nicht an sie gedacht wird. Dies führt zu Unverständnis und im schlimmsten Fall auch zur Ablehnung, was aus Sicht der persönlichen Situation ebenfalls verständlich ist. Glücklicherweise hat unser Obwaldner Ständerat Erich Ettlin (CVP) frühzeitig erkannt, welche Probleme entstehen könnten und sein gutes Netzwerk in Bundesbern genutzt, um sachlich fundierte und «gerechtere» Lösungen für die gesamte Wirtschaft zu erreichen. Dass er Mitglied der Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK) und im Parlament als verlässlicher Brückenbauer bekannt ist, erleichtert diese schwierige Aufgabe.

Viele Betriebe in Obwalden konnten ihre Arbeit unter Einbezug der verordneten Massnahmen zum Glück aufrechterhalten. Eine spezielle Herausforderung stellt sich jedoch in Obwalden mit unseren Tourismusangeboten. Die Bergbahnen, die Hotels, die Restaurants und weitere damit zusammenhängende Anbieter brauchen Planungssicherheit, ab wann sie ihren Betrieb wieder aufnehmen und die Dienstleistungen anbieten können. Da ein Restrisiko für eine Ansteckung mit dem Corona-Virus weiterhin besteht und der Tourismus in der Innerschweiz sehr stark von den Gästen aus dem Ausland lebt, sind allenfalls angepasste Begleitmassnahmen zu prüfen. Der Bundesrat ist von Anfang an von der Eigenverantwortung aller Schweizerinnen und Schweizer ausgegangen, was sich bewährt hat. Wir sind der Meinung, dass diese Haltung auch im Tourismusbereich gelten soll. Die Gastgeber haben selber das höchste Interesse, dass ihre Gäste nicht krank werden.

Eine angepasste Strategie mit deutlich mehr Tests bei einem Verdacht bringt aus Sicht der CVP Obwalden sowohl für jede einzelne Person als auch für die Wirtschaft nur Vorteile. Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.

Die CVP Obwalden verfolgt die Entwicklung der Corona-Pandemie sehr aufmerksam und ist in ständigem Kontakt mit den Entscheidungsträgen auf politischer Ebene, sowohl beim Kanton wie auch beim Bund. Die Mandatsträger der CVP sind sich bewusst, dass in den nächsten Jahren grosse Herausforderungen zu meistern sind. Sie werden sich mit entsprechenden Lösungen im Interesse der gesamten Bevölkerung in die politische Arbeit einbringen.

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