12.05.2019 / Artikel, Medienmitteilung, Meinung / /

Generation Engelberg schlägt Beteiligung Engelbergs an der Obermatt Kraftwerke AG vor

Der Obwaldner Regierungsrat hat bekanntgegeben, dass im Rahmen des Rückkaufs des Kraftwerks Obermatt die Obermatt Kraftwerke AG gegründet wird, an welcher der Kanton Obwalden und die ewl Energie Wasser Luzern Holding AG beteiligt sein werden. Die Generation Engelberg schlägt in diesem Zusammenhang auch eine Beteiligung der Gemeinde Engelberg vor.

Seit 1905 versorgt das Kraftwerk Obermatt Engelberg mit Elektrizität. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur in dieser Zeit wäre ohne dessen Errichtung und den stetigen Ausbau nicht möglich gewesen. Auf Initiative des Engelberger Hoteliers Eugen Hess «Sager-Geni» (1843-1930) wurde damals das Werk zusammen mit der Stadt Luzern realisiert (EWLE AG, seit 2000 ewl Kraftwerke AG). Dabei stellt Mike Bacher fest: «Die ‚Luzerner‘ haben sich in dieser Zeit für Engelberg als verlässliche Partner erwiesen, die auch auf die Bedürfnisse des Tales Rücksicht nahmen.» In diesem Geist schlägt die Generation Engelberg deshalb eine konkrete Beteiligung der Gemeinde Engelberg vor.

Unterstützung des Kantons durch Mitfinanzierung Engelbergs
Die Generation Engelberg sieht die Wasserkraft, trotz des zeitweilig schwierigen Umfelds auf dem Strommarkt, weiterhin als wichtigen Pfeiler für die Energieversorgung in der Schweiz und in Obwalden. «Als erneuerbare Ressource ist Strom aus Wasserkraft für den Alpenraum wirtschaftlich von grosser Bedeutung», beurteilt Hansueli Hurschler. Vor diesem Hintergrund ist das verstärkte Engagement des Kantons Obwalden beim Kraftwerk Obermatt zu begrüssen. Ebenfalls wird die gemeinsame Lösung mit dem ewl in Form einer neu zu gründenden Obermatt Kraftwerke AG positiv bewertet. «Allerdings dürfte das Engagement Obwaldens angesichts der schwierigen finanziellen Lage auch Fragen aufwerfen», schätzt Robert Brunner ein. Im Kontrast dazu steht die Einwohnergemeinde Engelberg, welche sich aktuell in einer guten finanziellen Verfassung befindet. Würde sich die Einwohnergemeinde mit eigenen Mitteln am Kraftwerk beteiligen, könnte damit der Kanton entlastet und die Einflussmöglichkeiten seitens Engelbergs gesichert werden.

Minderheitsbeteiligung mit Verwaltungsratssitz
Konkret schlägt die Generation Engelberg vor, dass Engelberg einen Anteil von 20% vom Kanton übernimmt und dafür einen garantierten Verwaltungsratssitz erhält. Damit wird die Mitsprache des Tals bei der Entwicklung des Kraftwerks sichergestellt und zugleich hätte der Kanton mit 40% immer noch eine doppelt so hohe Beteiligung. Der Verkauf der SNB-Aktien durch den Regierungsrat (vgl. Obwaldner Zeitung Nr. 74 vom 29. März 2019, S. 25) hat gezeigt, dass solche Transaktionen von Anlagen im Finanzvermögen des Kantons offenbar ohne grossen Aufwand machbar sind. Die Generation Engelberg fordert daher die Prüfung einer Beteiligung durch die kantonalen Behörden und den Engelberger Einwohnergemeinderat im Hinblick auf den Übergang des Kraftwerks 2022. Bis zum Übergang vergehen noch mehr als zwei Jahre, die dafür genutzt werden können.

Generation Engelberg (CVP)
Mike Bacher, Robert Brunner, Hansueli Hurschler

 

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