18.04.2013 / Rückblick / /

KMU Frühjahrestagung vom 13. April 2013

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Die kleinen und mittleren Unternehmen kurz KMU bilden das Rückgrat der Obwaldner Volkswirtschaft und hinter jedem KMU steht ein Unternehmer. Die CVP Obwalden gewährte einem interessierten Publikum anlässlich der von ihr organisierten Frühjahrstagung KMU einen äusserst spannenden Einblick in die Obwaldner Wirtschaftswelt. Über 90 Interessierte fanden bei wahrhaft frühlingshaftem Wetter den Weg in die Felskaverne der Gasser Felstechnik AG in Lungern. Thomas Gasser nahm in der dritten Generation über zwanzig Jahre lang die Verantwortung für dieses Unternehmen wahr. In einem sehr persönlichen Referat zeigte er auf, welche Überlegungen er sich gemacht hat bei der Regelung seiner eigenen Nachfolge. Er verhehlte dabei auch nicht, dass man sich in einer solchen Situation bewusst sein müsse, nicht mehr der Chef zu sein, selbst wenn er weiterhin als Verwaltungsratspräsident stark mit seinem Unternehmen verbunden ist. Dass die Gasser Felstechnik AG auch unter dem neuen CEO nichts von ihrer Innovationskraft eingebüsst hat, bewiesen drei neue Projekte, welche der wichtigste Arbeitgeber der Gemeinde Lungern in seiner einzigartigen Felsenwelt realisieren möchte.

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Martha Bächler ist als Geschäftsführerin der Standort Promotion Obwalden die erste Ansprechperson wenn es um den Kontakt zu Unternehmen geht. Nebst der Ansiedlung von neuen Unternehmen gehöre ganz klar auch das Halten der bestehenden Betriebe zu einer Hauptaufgabe. Ihre Aufgabe bei der Ansiedlung von Unternehmen sei es, den Unternehmern den roten Teppich auszulegen. Nebst der Vermittlung von Bauland oder dem Herstellen von Kontakten zu Regierung und Verwaltung dürfen auch sogenannt weiche Faktoren nicht ausser Acht gelassen werden. Als Beispiel erwähnte Martha Bächler, dass sie auch schon Schulhäuser gezeigt habe, da die Ehefrauen und Mütter ein gewichtiges Wort mitreden, wenn es darum geht, mit der Familie irgendwohin zu ziehen. Den Kanton Obwalden bezeichnet sie als unser Kapital, zu dem Sorge zu tragen ist. Für sie stehen deshalb qualitative Ansiedlungen klar im Vordergrund und als ehemalige Frau Talammann von Engelberg ist es für sie selbstverständlich, dass ihre Arbeit in enger Abstimmung mit den Gemeindebehörden stattfindet.

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In der anschliessenden Diskussionsrunde wollte der Unternehmer und Kantonsrat Hampi Lussi von den beiden CVP-Regierungsräten wissen, wie die Obwaldner Wirtschaft aus Sicht der Regierung dasteht. Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker nannte den öffentlichen Verkehr sowie den Tourismus als aktuelle Themen, mit denen sich sein Departement befasse. Bei beiden müsse er aber immer wieder feststellen, dass ein grosser Teil der Wirtschaft zu wenig informiert sei darüber, in welche Richtung die politische Arbeit läuft. Gerade das politische System der Schweiz würde es erlauben, dass sich sämtliche Anspruchsgruppen frühzeitig in den politischen Prozess einbringen können, um ihre Anliegen geltend zu machen. Angesprochen auf die schweizweit tiefste Arbeitslosenrate im Kanton Obwalden entgegnete Regierungsrat Bleiker, dass dies den vielen eigentümergeführten Unternehmen zu verdanken sei. Diese hätten ein anderes Verständnis und Verantwortungsbewusstsein als von Managern geführte Grosskonzerne.

Dass der Kanton Obwalden seine Unternehmer nach Möglichkeit unterstützt wurde aus den Worten von Finanzdirektor Hans Wallimann schnell klar. Für seine Aussage, dass er die Unternehmenssteuern am liebsten auf \/home\/cvpschw\/www\/blogs\/cvpwp.ch\/wordpressupdate.cvpwp.ch reduzieren würde, solange die Gewinne im Unternehmen reinvestiert werden, erntete er spontanen Applaus des Publikums. Mit der Steuerstrategie des Kantons habe man einen Schritt in diese Richtung gemacht und sowohl Unternehmen wie natürliche Personen entlasten können. Dadurch habe man auch ganz wesentlich die Abhängigkeit von Bundesbeiträgen reduzieren können. Da diese jeweils rückwirkend berechnet werden, habe der Kanton Obwalden in den ersten Jahren der Steuerstrategie eine Reserve aufbauen können, auf die man nun zurückgreifen könne. Regierungsrat Wallimann erwähnte schliesslich, dass die Regierung zurzeit intensiv daran sei, die Strategie des Kantons Obwalden zu überprüfen und für den neuen Planungshorizont anzupassen. Bei den anwesenden Unternehmern dürfte die Botschaft angekommen sein, dass sie auch in Zukunft in Obwalden auf vorteilhafte Rahmenbedingungen zählen können.

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